Wahrheit oder Pflicht

Wer dran ist, steht oben auf dem Display: Karte ziehen, vorlesen, weitergeben - drei Level, klare Grenzen, am Ende ein Rückblick.

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Wer spielt mit?

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So wird gespielt

  1. Alle eintragen, die mitspielen: Trag die Namen nacheinander in die Liste ein, 2 bis 12 Leute sind möglich. Gleiche Namen bekommen automatisch ein ①② dazu, damit die Plätze auseinandergehalten werden - oder du nimmst den Schnellstart zu zweit und überspringst den Schritt.
  2. Level und Grenzen festlegen: Das Level richtet sich danach, wer im Raum sitzt: Harmlos für Kollegen und Verwandte, Freunde für eine Runde, die sich gut kennt, Mutig für spät am Abend. Dann 2, 3 oder 5 Runden pro Person wählen und auf dem Grenzen-Bildschirm die drei Schalter für Aufstehen, Gegenstände und Körperkontakt so stellen, wie es für euch passt.
  3. Ziehen, machen, Handy weitergeben: Oben steht immer, wer dran ist. Auf Wahrheit oder Pflicht tippen, die Karte laut vorlesen, danach auf Gemacht oder Aufgeben tippen. Zwei Tauschkarten pro Person tauschen eine Aufgabe kommentarlos gegen eine neue. Sind alle Runden gespielt, kommt der Rückblick.

Regeln & Varianten

Wer anfängt, entscheidet keine Flasche: Sobald die Namen stehen, mischt das Spiel die Sitzreihenfolge einmal durch - wer zuerst eingetippt wurde, ist also nicht automatisch zuerst dran. Danach läuft die Reihe im Kreis, und alle sind einmal dran, bevor jemand ein zweites Mal drankommt. Niemand hängt den ganzen Abend auf dem heißen Stuhl.

Ein Zug hat genau drei Schritte: Du wählst selbst Wahrheit oder Pflicht, das Spiel entscheidet das nie für dich. Die Karte wird umgedreht und laut vorgelesen. Dann tippst du auf Gemacht, Aufgeben oder Tauschen. Nur die ersten beiden geben weiter, beim Tauschen bleibst du sitzen.

Jede Person hat zwei Tauschkarten pro Runde. Tauschen kostet nichts, muss nicht erklärt werden und wird nicht bestraft - die abgelegte Karte taucht nur im Rückblick auf. Sind beide Tauschkarten weg, kannst du immer noch aufgeben, ohne Nachfragen und ohne Punktabzug. Eine Abstimmung über Strafen und Wahrheiten, die man nicht überspringen darf, gibt es hier bewusst nicht: Wer in die Ecke gedrängt wird, geht nach Hause.

Die drei Level sind nach der Runde sortiert, nicht nach Schärfegrad: Harmlos enthält keine intimen Themen, keinen Körperkontakt und keine Kommentare zum Aussehen. Freunde macht peinliche Geschichten, Schwärmereien und gegenseitiges Aufziehen auf. Mutig ist für die späte Runde unter Leuten, die sich kennen. Die drei Stapel überschneiden sich nie, ein Levelwechsel bringt also komplett neue Karten. In keinem Level gibt es Trinkaufgaben, gefährliche Mutproben oder etwas Bleibendes wie Haare abschneiden oder Tattoos.

Die Karten sind zusätzlich nach Runden gestaffelt: In der ersten Runde kommen nur Aufwärmfragen, die jede Person beantworten kann, in der Mitte der Hauptteil, in der letzten Runde die schwereren Abschlusskarten. Eine Partie hat damit einen Verlauf statt durchgehend gleicher Schärfe.

Wiederholungen, genau erklärt: Innerhalb eines Levels und einer Kartenart verlässt jede gezogene Karte den Stapel und kommt erst zurück, wenn der Stapel leer ist. Passiert das doch, meldet das Spiel Dieses Level ist durch - neu gemischt und macht weiter. Pro Level gibt es 40 Wahrheiten und mit den Standardgrenzen (Gegenstände und Körperkontakt aus) 34 bis 39 Pflichten. Bei bis zu acht Leuten und drei Runden liegt der schlimmste Fall bei fünf Karten pro Person - drei Züge plus zwei Tauschkarten. Ein Stapel geht also nur leer, wenn wirklich alle jedes Mal Pflicht wählen und auch noch jede Tauschkarte darauf verbrauchen. Spielt dieselbe Gruppe direkt noch eine Partie, zieht das Spiel weiterhin ab, was heute schon dran war.

Der Rückblick ist ein Protokoll, kein Punktestand: Ihr bekommt die Erfolgsquote, eine Zeitleiste aus wer, Wahrheit oder Pflicht, Kartentext und Ausgang, dazu vier Titel - Am mutigsten für die meisten geschafften Pflichten, Am ehrlichsten für die meisten Wahrheiten (nie dieselbe Person wie beim ersten Titel), Tausch-Profi für die meisten verbrauchten Tauschkarten (Gleichstand wird komplett angezeigt) und Nie gekniffen für alle, die kein einziges Mal aufgegeben haben. Einen Titel fürs häufigste Aufgeben gibt es absichtlich nicht.

Varianten und Hausregeln: Pro Person sind 2, 3 oder 5 Runden möglich - bei großer Gruppe nimm 2. Jede Pflichtkarte kann einen Countdown über 15, 30 oder 60 Sekunden starten; der ist standardmäßig aus und beim harmlosen Level besser aus. Drei fertige Hausregeln lohnen sich: nur eine Tauschkarte statt zwei, alle Pflichten mit 30-Sekunden-Uhr, oder letzte Runde nur Wahrheiten. Zu zweit gelten exakt dieselben Regeln, dafür braucht es keine eigene Seite.

Die drei häufigsten Anfängerfehler: (1) gleich in der ersten Runde auf Mutig gehen - auch enge Freunde brauchen eine Aufwärmphase, startet lieber bei Freunde und wechselt später; (2) eine Person zum Spielleiter machen, die immer dieselben Leute aufruft - das Display mischt die Reihenfolge längst und zeigt an, wer dran ist und wer danach kommt; (3) neben der Karte noch etwas draufsetzen, etwa trinken, den Raum verlassen, gefährliche Mutproben oder Haare abschneiden - im Kartenstapel steht so etwas nicht, und was auf der Karte steht, ist die ganze Aufgabe.

Ein Beispiel: vier Leute, drei Runden pro Person, Level Freunde, macht zwölf Züge. Jonas nimmt zweimal Wahrheit und einmal Pflicht und schafft alles. Lena tauscht einmal und gibt einmal auf. Tobias tauscht einmal und gibt nie auf. Mia gibt einmal auf. Im Rückblick holt Jonas Am mutigsten und Nie gekniffen, Tobias Am ehrlichsten und Nie gekniffen, Lena und Tobias teilen sich Tausch-Profi - Erfolgsquote 10 von 12, insgesamt 14 gezogene Karten.

Häufige Fragen

Wie funktioniert Wahrheit oder Pflicht?
In drei Schritten: Das Display bestimmt, wer dran ist, diese Person wählt selbst Wahrheit oder Pflicht, die Karte wird laut vorgelesen, danach geht es mit Gemacht oder Aufgeben weiter an die nächste Person. Zwischendurch tauscht eine Tauschkarte die Aufgabe gegen eine neue derselben Art, ohne dass die Reihe weiterrückt. Vor dem Start sind nur zwei Dinge nötig: 2 bis 12 Namen eintragen und eines der drei Level (Harmlos, Freunde, Mutig) plus 2, 3 oder 5 Runden pro Person wählen. Am Ende zählt der Rückblick nur Erfolgsquote und Titel - Gewinner gibt es keine.
Welche Fragen kann man bei Wahrheit oder Pflicht stellen?
Hier stecken 240 selbst geschriebene Karten drin: pro Level 40 Wahrheiten und 40 Pflichten, ohne Überschneidung zwischen den Leveln. Ein paar Beispiele - harmlos: Bei welchem Laden bestellst du am häufigsten Essen? Harmlose Pflicht: Mach ein Tiergeräusch und lass die Runde raten. Unter Freunden: Wann war dein letzter richtig peinlicher Moment? Dazu die Pflicht, dem fünften Kontakt im Handy ein Hallo zu schreiben. Mutig ist die späte Runde mit Geständnissen und Fremdscham-Geschichten. Die Karten sind nach Runden gestaffelt: erst Aufwärmfragen, dann der Hauptteil, zum Schluss die schwereren Karten. Mit den Standardgrenzen fallen Pflichten mit Gegenständen und Körperkontakt raus, ziehbar sind dann 34 bis 39 Pflichten pro Level.
Welche Aufgaben gehen bei Wahrheit oder Pflicht ohne Alkohol?
Alle - im Kartenstapel steht keine einzige Trinkaufgabe, die Pflicht selbst ist die Herausforderung. Es sind Sachen, die im Sitzen oder mit einmal Aufstehen klappen: zehn Sekunden einen Tanz aus dem Feed nachmachen, den eigenen Namen mit der falschen Hand schreiben, eine Minute lang ohne Pause die Person links loben, in dreißig Sekunden fünf Obstsorten nennen. Wer es noch zahmer will, schaltet auf dem Grenzen-Bildschirm Aufstehen, Gegenstände und Körperkontakt ab und behält nur Karten fürs Sitzen. Gefährliche Mutproben oder Bleibendes wie Haare abschneiden und Tattoos gibt es hier nicht.
Wie viele Leute braucht man für Wahrheit oder Pflicht?
Zwei reichen, zwölf sind das Maximum, am besten läuft es mit vier bis acht. Die Personenzahl bestimmt die Länge: Bei den voreingestellten drei Runden pro Person brauchen vier Leute fünf bis acht Minuten, acht Leute gut zehn. Ab zehn Mitspielenden solltest du auf zwei Runden runtergehen, sonst dauert eine Partie eine halbe Stunde und die Stimmung kippt. Zu wenige Leute und trotzdem länger spielen? Dann fünf Runden wählen. Ein Handy reicht für die ganze Runde, oben steht jeweils der Name.
Wie spielt man Wahrheit oder Pflicht zu zweit?
Genau wie in der Gruppe, eine eigene Seite braucht es nicht: zwei Namen eintragen und starten, oder den Schnellstart zu zweit nehmen. Für Paare passen Freunde oder Mutig mit fünf Runden pro Person, ihr zieht abwechselnd, eine Partie dauert etwa sechs bis zehn Minuten. Beim Videocall funktioniert es über geteilten Bildschirm - die gezogene Karte steht vollständig da und wird einfach vorgelesen.
Kann man bei Wahrheit oder Pflicht eine Karte ablehnen?
Ja, ohne Erklärung und ohne Strafe. Pro Person und Partie gibt es zwei Tauschkarten: Tauschen bringt eine neue Karte derselben Art, die Reihe bleibt bei dir. Sind beide verbraucht, kannst du immer noch aufgeben - das Spiel fragt nicht nach, zieht nichts ab, und im Rückblick gibt es keinen Titel fürs häufigste Aufgeben. Eine Abstimmung über Strafen oder Wahrheiten mit Antwortzwang gibt es hier bewusst nicht.
Welche Wahrheit-oder-Pflicht-Fragen passen für die Firmenfeier?
Nimm im ersten Schritt das Level Harmlos - genau dafür ist es gemacht, also für Teamabende, gemischte Runden und Leute, die sich noch nicht gut kennen. Dort gibt es keine Fragen zu Beziehungen, keinen Körperkontakt, keine Kommentare zum Aussehen und nichts mit Alkohol; auch Vorgesetzte werden nie bewertet. Das Niveau ist eher: Bei welchem Laden bestellst du am häufigsten Essen? Oder: Beschreibe deinen Tag in drei Worten. Danach auf dem Grenzen-Bildschirm noch Aufstehen und Gegenstände abschalten, dann bleiben nur Karten übrig, die am Platz funktionieren.
Wie sorgt man dafür, dass Wahrheit oder Pflicht nicht einschläft?
Zwei Dinge: keine Spielleitung bestimmen und die erste Runde nicht überdrehen. Das Display mischt die Sitzreihenfolge und zeigt an, wer dran ist und wer danach kommt - das spart die dreißig Sekunden, in denen sonst alle schweigen. Die erste Runde bringt immer Aufwärmfragen, bis alle einmal gesprochen haben. Hängt jemand fest, lieber die Tauschkarte ziehen lassen, als die Runde warten zu lassen. Außerdem verlässt jede gezogene Karte den Stapel, sodass innerhalb einer Partie keine Frage zweimal kommt.

Nur zur Unterhaltung · Jede Karte darf abgelehnt werden · Schätzt euch selbst richtig ein und lasst gefährliche Aufgaben aus

Zuletzt aktualisiert: 2026-08-21 · Nur auf diesem Gerät gespeichert