Eisbrecher-Karten

Anlass wählen, Karte für Karte umdrehen - vom lockeren Aufwärmen bis zum Tiefgang, am Ende eine Abschlusskarte. Wer nicht antworten mag, nimmt eine andere.

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Anlass wählen, Karte für Karte umdrehen - wer nicht antworten mag, nimmt eine andere

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So wird gespielt

  1. Wie gut ihr euch kennt und den Anlass wählen: Erst schauen, wer da sitzt: Beim ersten Treffen nimmst du Völlig fremd, wenn ihr euch schon ein paar Mal gesehen habt, Kennen uns flüchtig. Dann direkt auf einen Anlass tippen - Am Esstisch, Neue kennenlernen, Klasse oder Team oder Zu zweit - und die erste Karte liegt sofort da, ganz ohne Start-Knopf.
  2. Wer vorliest, antwortet zuerst - dann nach links: Wer das Handy hat, liest die Karte vor und antwortet als Erstes, danach geht es reihum nach links. Haben alle etwas gesagt, tippst du auf Nächste Karte und oben leuchtet ein Punkt auf. Wer eine Frage nicht beantworten will, darf jederzeit eine andere Karte verlangen - ohne Begründung.
  3. Nach jeder Runde entscheiden: tiefer oder Schluss?: Nach der Aufwärmrunde hält das Spiel kurz an und zeigt, wie viele Karten ihr geschafft habt. Läuft es gut, geht es weiter zu Erzählen und Tiefgang, sonst tippt ihr auf Zum Abschluss. Bei der Abschlusskarte sagt jeder noch einen Satz, danach kommt der Rückblick auf alle Fragen der Partie.

Regeln & Varianten

Eine Partie Eisbrecher-Karten hat drei Runden plus eine Abschlusskarte: Beim Aufwärmen gibt es Entweder-oder-, Rate-mal- und Ein-Wort-Fragen, die in Sekunden beantwortet sind; bei Erzählen geht es um ein kleines Erlebnis; beim Tiefgang um Gedanken und Dinge, die dir wichtig sind. Jede Runde hat eine feste Kartenzahl - das Spiel hat also ein klares Ende.

Die Kartenzahl hängt davon ab, wie gut ihr euch kennt: Völlig fremd bedeutet 4 Aufwärm-, 3 Erzähl- und 2 Tiefgang-Karten; Kennen uns flüchtig bedeutet 2, 4 und 3, damit ihr schneller bei den tieferen Fragen seid. In beiden Fällen sind es 9 Fragekarten plus eine Abschlusskarte - bei fünf, sechs Leuten etwa 20 bis 30 Minuten.

Jeder Anlass hat eigene Fragen: Am Esstisch dreht sich viel ums Essen und kleine Alltagsentscheidungen, Neue kennenlernen und Klasse oder Team drehen sich um Vorstellen und Zusammenarbeit, Zu zweit passt für ein ruhiges Gespräch unter vier Augen. Spielt ihr auf demselben Gerät noch einmal, rutschen schon gezogene Fragen nach hinten - Wiederholungen sind selten.

Karte tauschen: Jeder darf eine andere Karte verlangen. Getauschte Karten zählen nicht mit, und es wird nie gespeichert, wer getauscht hat - der Rückblick zeigt nur, wie viele Karten ihr besprochen habt und wie weit ihr gekommen seid. Sind die Ersatzkarten einer Runde aufgebraucht, steht auf dem Knopf „Keine mehr übrig“ - dann einfach die aktuelle Karte zu Ende besprechen.

Die Reihenfolge regelt ihr am Tisch: Der Bildschirm merkt sich keine Namen, ruft niemanden auf und zählt keine Punkte - er teilt nur Karten aus und zählt mit. Empfohlen ist: Wer vorliest, antwortet zuerst, dann geht es nach links. So macht bei jeder Karte jemand den Anfang und niemand muss als Erstes ran.

Die Pause zwischen den Runden ist der wichtigste Schritt: Nach jeder Runde bleibt das Spiel stehen, zeigt die Zahl der besprochenen Karten und lässt euch wählen, ob ihr weitermacht oder zum Abschluss kommt. Ist die Stimmung verhalten, hört ihr früher auf; läuft es, geht ihr tiefer - und niemand wird plötzlich mit einer zu persönlichen Frage überrumpelt.

Warum es eine Abschlusskarte gibt: Beim Kennenlernen kippt die Stimmung am ehesten am Ende, wenn alle gerade gut im Gespräch sind und keiner weiß, wie man aufhört. Die Abschlusskarte ist eine leichte Frage für alle, etwa „Fass die Runde heute in einem Wort zusammen“. Danach listet der Rückblick jede besprochene Frage auf.

Grenzen der Fragen: Das Aufwärmen nutzt nur Entweder-oder, Rate mal und Ein Wort - Formate, bei denen niemand viel von sich preisgeben muss. Der ganze Fragenstapel spart Einkommen, Gewicht, Beziehungsstatus, Religion, Politik, Alkohol und Sex aus und funktioniert deshalb auch mit Kollegen, Verwandten und Leuten, die ihr gerade erst trefft. Alle Fragen sind für diese Seite selbst geschrieben.

Drei typische Fehler beim Moderieren: gleich mit einer Tiefgang-Frage einsteigen - beim ersten Treffen herrscht dann Schweigen; jemanden gezielt aufrufen - wer drankommt, steht unter dem meisten Druck; nur vorlesen, aber selbst nicht antworten - dann weiß keiner, wie ausführlich die Antwort sein soll. Besser: mit dem Aufwärmen starten, als Vorleser zuerst antworten und nie nachfragen, warum jemand tauscht.

Beliebte Varianten ohne andere Einstellungen: Nachfrage-Kette - bevor du deine eigene Antwort gibst, stellst du der Person vor dir eine Rückfrage; Gruppen-Fazit - in Schule oder Workshop spielt jede Gruppe eine Partie und erzählt danach „eine Sache, die ich heute Neues erfahren habe“; langsam zu zweit - nur Aufwärmen und Erzählen spielen, und nach jeder Karte stellt ihr euch gegenseitig noch eine eigene Frage.

Ein Beispiel: Am Esstisch, Völlig fremd. Beim Aufwärmen kommt „Früh aufstehen für den Sonnenaufgang oder lange aufbleiben für die Sterne?“, alle antworten reihum, dann Nächste Karte. Bei der zweiten Karte will jemand tauschen, und die neue Frage wird ganz normal besprochen. Nach 4 Aufwärmkarten hält das Spiel an: „Aufwärmen · 4 Karten besprochen“. Ihr macht weiter mit Erzählen, nach 3 Karten wählt ihr Zum Abschluss, jeder sagt noch einen Satz, und der Rückblick zeigt 7 Karten, bis „Erzählen“ gekommen.

Häufige Fragen

Wie spielt man Eisbrecher-Karten?
Anlass wählen und los: Wer vorliest, antwortet zuerst, dann geht es nach links, und wenn alle etwas gesagt haben, tippst du auf Nächste Karte. Es gibt drei Runden - Aufwärmen, Erzählen, Tiefgang - mit einer Pause nach jeder, damit ihr entscheiden könnt, ob ihr weitermacht. Zum Schluss sagt bei der Abschlusskarte jeder einen Satz, und ihr seht alle Fragen der Partie im Rückblick. Wer eine Frage nicht mag, verlangt einfach eine andere Karte.
Welche Kennenlernfragen eignen sich für das erste Treffen?
Beim ersten Treffen passen Fragen, die in Sekunden beantwortet sind und nichts Privates verraten: Entweder-oder (Katze oder Hund, Grillen oder Raclette), Rate mal (Rate, was ich am Wochenende am liebsten mache) und Ein Wort (Beschreib deinen Tag in einem Wort). Die Aufwärmrunde nutzt nur diese drei Formate, und mit Völlig fremd bekommt ihr zuerst 4 davon, bevor es an kleine Erlebnisse geht.
Welche Eisbrecher-Spiele eignen sich fürs Teambuilding?
Nehmt Neue kennenlernen oder Klasse oder Team: Die Fragen drehen sich um Vorstellen und Zusammenarbeit. Am besten klappt es mit 3 bis 8 Leuten pro Gruppe - eine Karte reihum dauert zwei, drei Minuten, eine ganze Partie mit 9 Karten plus Abschlusskarte etwa 20 bis 30 Minuten. Bei größeren Teams in Gruppen aufteilen, jede Gruppe spielt gleichzeitig auf einem eigenen Handy.
Worüber redet man beim Essen, damit keine Stille aufkommt?
Am besten von leicht nach tief: erst Essen und kleine Alltagsentscheidungen, dann ein Erlebnis, zuletzt Meinungen. Der Anlass Am Esstisch ist genau so aufgebaut und bringt auch Fragen direkt vom Tisch, etwa welches Gericht du dir als Erstes nehmen würdest. Fällt jemandem zu einer Karte nichts ein, lieber sofort tauschen, als den ganzen Tisch warten zu lassen.
Welche tiefgründigen Fragen kann man Freunden stellen?
Tiefgründige Fragen wirken besser nach einem kurzen Aufwärmen, zum Beispiel „Welchen Satz würdest du deinem Ich von vor fünf Jahren mitgeben?“ oder „Was ist dir am wichtigsten, damit ihr euch gut versteht?“. Wählt Zu zweit mit Kennen uns flüchtig: nur 2 Aufwärmkarten, dann 4 Erzähl- und 3 Tiefgang-Karten. Nach jeder Runde könnt ihr zum Abschluss kommen - niemand wird weitergeschoben, als er möchte.
Welche Kennenlernspiele eignen sich für die Schule?
Für die Klasse am besten Gruppen mit 4 bis 6 Leuten, jede Gruppe mit einem Handy und dem Anlass Klasse oder Team. Aufwärmen und Erzählen dauern zusammen etwa 10 bis 15 Minuten, danach hat jeder mindestens einmal etwas gesagt. Die Fragen drehen sich um Lernen und Zusammenarbeit, etwa „Sitzt du lieber vorne oder hinten?“ oder „Was hast du erst vor Kurzem gelernt?“. Lehrkräfte können den Bildschirm am Beamer zeigen; auf großen Displays erscheint zusätzlich „Noch N Karten“, praktisch für die Zeitplanung.
Was tun, wenn beim Kennenlernspiel keiner redet?
Meist ist die Frage zu persönlich oder jemand wurde direkt aufgerufen. Am schnellsten hilft eine leichtere Karte oder ein früher Abschluss: Jeder darf eine andere Karte verlangen, ohne dass gespeichert wird, wer; und nach jeder Runde könnt ihr Zum Abschluss wählen und mit einem Satz pro Person sauber aufhören. Außerdem hilft es, wenn der Vorleser zuerst antwortet - dann fällt es den anderen leichter.

Nur zum Spaß · alle Fragen sind für diese Seite selbst geschrieben · jeder darf jederzeit eine andere Karte nehmen und muss nicht antworten

Zuletzt aktualisiert: 2026-09-28 · Nur auf diesem Gerät gespeichert