Bombenziehen
Reihum vom Stapel ziehen – wer eine Bombe zieht und keine Drahtschere hat, fliegt raus. Entschärfte Bomben legst du heimlich selbst zurück. Wer als Letzter übrig bleibt, gewinnt
Karten werden verteilt…
So wird gespielt
- Das Ziel: Bloß nicht die Bombe ziehen: Im Stapel stecken immer eine Bombe weniger als Spieler. Ihr zieht reihum; ziehst du eine Bombe und hast eine Drahtschere, entschärfst du sie, sonst bist du raus. Wer als Letzter übrig bleibt, gewinnt. Jeder startet mit 4 Aktionskarten und 1 Drahtschere, und unter dem Stapel zeigt die Gefahranzeige ständig, wie viele Bomben und Karten noch drin sind.
- Aktionskarten spielen: erst schauen, dann entscheiden: Am Zug darfst du zuerst beliebig viele Aktionskarten spielen – tipp eine Karte an, um sie zu lesen, dann auf „Spielen“. Spähen zeigt dir die obersten 3 Karten und speichert sie in deinen Info-Feldern; Ausweichen und Von unten ersetzen das Ziehen; Abwälzen lässt den Nächsten zweimal ziehen; Klauen nimmt einem Gegner eine zufällige Karte weg; Schild blockt das nächste Abwälzen oder Klauen gegen dich; Mischen mischt den Stapel neu. Nieten kann man nicht spielen.
- Eine Karte ziehen und den Zug beenden: Bist du fertig, tipp auf den Stapel oder auf „Karte ziehen“. Eine sichere Karte wandert auf deine Hand, die Gefahranzeige springt sofort um. Hat jemand an dich abgewälzt, musst du zweimal ziehen – der Knopf zeigt, wie oft du noch dran bist.
- Entschärfen: Die Bombe legst du zurück, wohin du willst: Ziehst du eine Bombe und hast eine Drahtschere, wird sie automatisch verbraucht. Dann bestimmst du, wohin die Bombe zurückkommt: oben, unten, an eine beliebige Stelle oder zufällig. Ganz oben bedroht sie den Nächsten, weiter unten bist du sicherer. Legt jemand anderes eine Bombe zurück, bleibt die Stelle geheim – und deine Infos sind wertlos.
- Überleben – oder gleich noch eine Runde: Gegen den Computer ist die Partie vorbei, sobald du raus bist; du kannst vorspulen und schauen, wer überlebt. Beim Spiel an einem Handy wird der Bildschirm bei jedem Wechsel verdeckt, bis der Nächste bestätigt. Am Ende kannst du neu starten, dieselbe Partie per Spielcode nachspielen oder den Link an Freunde schicken.
Regeln & Varianten
Bombenziehen ist ein Kartenspiel, bei dem es ums Ausweichen geht: keine Zahlen, keine Farben, nur Bomben, Drahtscheren, sieben Arten Aktionskarten und Nieten, die man nicht spielen kann. Zu zweit liegt 1 Bombe im Stapel, zu fünft 4 – immer eine weniger als Spieler im Spiel. Der Stapel wird also nie leer, und am Ende bleibt genau einer übrig.
Ein Zug hat zwei Teile: spielen, dann beenden. Du spielst null oder mehr Aktionskarten, jede wirkt sofort, Unterbrechen oder Kontern gibt es nicht. Beenden kannst du den Zug, indem du die oberste Karte ziehst, Ausweichen spielst, Von unten spielst (unterste Karte ziehen) oder Abwälzen spielst – das beendet alle Züge, die du noch schuldest. Wer abgewälzt bekommt, muss zweimal ziehen; das addiert sich nicht.
Für eine gezogene Bombe gibt es nur zwei Ausgänge: Mit Drahtschere wird eine automatisch abgelegt, und du bestimmst, an welche Stelle im Stapel die Bombe zurückkommt. Ohne Drahtschere bist du raus, deine Handkarten landen mit der Bombe auf dem Ablagestapel. Jeder startet mit einer Drahtschere, ein bis zwei weitere stecken im Stapel – wer eine zieht, hat ein Extraleben.
Die Infos sind deine wichtigste Anzeige: Karten, die du per Spähen gesehen hast, stehen nach Position in drei Feldern links. Zieht jemand oben, rücken sie nach; legst du selbst eine Bombe zurück, wird ihre Stelle vermerkt. Sobald aber ein anderer eine Bombe zurücklegt oder jemand mischt, sind deine Infos weg. Die Gefahr (Bomben im Stapel ÷ restliche Karten) sieht jeder, und sie steigt mit jeder Karte.
Die drei Computerstufen kennen nur öffentliche Infos, ihre eigene Hand und ihre eigenen Infos – in den Stapel schauen sie nie. Leichtsinnig spielt oft planlos und legt Bomben irgendwohin; Clever weicht einer bekannten Bombe aus, späht bei hoher Gefahr und klaut, wenn die Drahtschere fehlt; Gnadenlos legt Bomben am liebsten ganz oben hin und wälzt gern an dich ab.
Tipps: Ab etwa 25 % Gefahr lohnt sich Spähen. Hat gerade jemand eine Bombe zurückgelegt und seitdem keiner gezogen, ist die oberste Karte sehr wahrscheinlich eine Bombe – weich aus oder wälz ab, wenn du kannst. Eine entschärfte Bombe ganz oben setzt den Nächsten unter Druck, kann aber zu dir zurückkommen, wenn er Ausweichen hat. Den Schild hebst du am besten auf, bis ein Abwälzen droht.
Am Handy spielen 2–5 Leute reihum an einem Bildschirm: Bei jedem Wechsel erscheint ein Sichtschutz, Hand und Infos tauchen erst auf, wenn du „Ich bin Spieler N – aufdecken“ tippst, und am Zugende verschwinden sie wieder. Wo eine Bombe zurückgelegt wurde, weiß nur, wer sie zurückgelegt hat. Jede Partie hat einen Spielcode (z. B. A3N-1K = 3 Plätze, Computer auf Clever) – gleicher Code und gleiche Züge ergeben exakt dieselben Computerzüge. Reiner Spaß, es geht um kein Geld.
Die drei häufigsten Anfängerfehler: Erstens gleich am Anfang alle Aktionskarten verpulvern und in der gefährlichen zweiten Hälfte nur noch Nieten halten. Zweitens die entschärfte Bombe gedankenlos nach oben legen, obwohl der Nächste Ausweichen oder Abwälzen haben könnte. Drittens vergessen, dass die Infos weg sind, sobald jemand anderes eine Bombe zurücklegt. Ohne passende Karten geht es auch mit einem normalen Kartenspiel: Joker und einige Könige sind Bomben (Spieler − 1), Asse die Drahtscheren, die übrigen Werte bekommen je eine Aktion – die Regeln bleiben wie hier.
Häufige Fragen
Zuletzt aktualisiert: 2026-10-09 · Nur auf diesem Gerät gespeichert